Sehnsucht Europa (c) 2018, Impressum |Datenschutz

Förderer und Ko-Produzenten: 

Ein Projekt von: 

Medienpartner: 

Initiiert von: 

Kooperationspartner*innen und Veranstaltungsorte: 

Stückwerk e.V. 

WARUM?

IN

WELCHEM EUROPA WOLLEN WIR LEBEN?

 

Europa ist im Wandel – immer schon, aber jetzt noch mehr.

 

Viele Menschen, die gerade nach Europa fliehen, suchen hier Schutz. Sie kommen nach Europa weil sie hoffen, hier Frieden zu finden, vielleicht ein neues Leben. 

Und sie konfrontieren uns dadurch mit ganz fundamentalen Fragen an uns selbst: Wer sind wir hier eigentlich? Was sind unsere Grenzen? Wie viel Offenheit können und wollen wir uns leisten? Worauf wollen wir nicht mehr verzichten? Wie geht Vielfalt ganz konkret? Was sind unsere Grundwerte?

Gleichzeitig scheint Europa sich in einer tiefen Krise oder zumindest in einem Umbruch zu befinden. Brexit, wachsender Zuspruch zu rechtspopulistischen Parteien allerorten, die Auseinandersetzungen mit der und um die Türkei und die anhaltenden Krisen in Griechenland, Spanien, Italien, Portugal... Haben wir schon das Europa, das wir wollen?

Viele bezeichnen Europa als das wichtigste Friedensprojekt, das es je gab auf der Welt. Droht es nun zu scheitern? Oder hat es genau jetzt die Chance, sich neu zu erfinden? Und war Migration nicht irgendwie schon immer?

Als Kulturschaffende und hier Lebende fragen wir uns: was macht das mit uns? Was können wir tun? Was wollen wir tun? Und noch wichtiger: in welchem Europa wollen wir leben? Und wie finden wir das heraus? 

Deswegen gibt es "Sehnsucht Europa". Es soll eine Plattform für Geflüchtete, Zugewanderte und Beheimatete sein, sich gemeinsam den Fragen nach Europa, Identität und Wünschen an die Zukunft zu nähern. Mit Mitteln der Kunst und des Dialogs. 

WAS?

Wir spielen zusammen Theater. Mit Künstlern aus aller Welt wollen wir einen Blick auf Europa werfen. Mit Tanz, Performances und Theater.

>> Gastspiele und Produktionen

>> Ensemble New Bremen

Wir entdecken und kreieren Neues. In unseren Werkstätten entdecken wir mit Geflüchteten, Zugewanderten und Beheimateten unsere gemeinsame Geschichte, machen zusammen Kunst und stellen unsere Ergebnisse vor

>> Ausstellung & Werkstätten

Wir wollen miteinander reden. Wir schaffen Räume, in denen wir uns als Gemeinschaft kennen lernen, wachsen und gemeinsam unsere Zukunft gestalten können.

>> Sehnsuchts-Mobil

Wir wollen uns unter einander vernetzen. Viele machen gerade "was mit Flüchtlingen" - wie schön! Wir bieten eine Plattform zum gemeinsamen Austausch.

>> Vernetzung & Austausch

Wir lernen von einander. Menschen, die von außen oder neu dazu kommen, bringen ihr wertvolles Wissen mit. Lasst uns davon profitieren!

>> Unsere Akademie

Wir leben Kunst Zusammen: Vom 01.-09. September 2018 bringen wir alles zusammen, was wir und andere erarbeitet und erlebt haben. 

>>Festival Sehnsucht Europa: Kunst/Zusammen/Leben   

Hier gibt es alle Informationen zu unseren Veranstaltungen.

GEFÖRDERT VON:

„Sehnsucht Europa“  ist ein Zusammenschluss aus vielfältigen Projekten kultureller Akteure in Bremen, Delmenhorst, Lohne, Oldenburg und Syke. Das Projekt wird von der Metropolregion Nordwest, dem Senator für Kultur Bremen, Stadtkultur Bremen e.V. und der Oldenburgischen Landschaft gefördert. Projektträgerin ist die Oldenburgische Landschaft. Das Sehnsuchts-Mobil wird von der Europäischen Kommission (Vertretung in Deutschland) unterstützt.

>> Alle Förderer und Projektpartner

INITIATOREN
Wie leben wir zusammen?

In Bremen wurde „Sehnsucht Europa“ von Quartier, steptext dance project, dem Kulturhaus Walle und der bremer shakespeare company unter dem Dach von Stadtkultur Bremen e.V. initiiert. In der weiteren Metropolregion Nordwest wird das Projekt von der Oldenburgischen Landschaft koordiniert.

WIR WERDEN
TÄGLICH ANDERS

Europa ändert sich. Integration bedeutet Veränderung. Wir alle ändern uns. Deswegen möchten wir mit diesem Projekt unsere individuelle und kollektive Veränderung begleiten und einen Rahmen für ihre Bearbeitung schaffen.

Wie viel Europa 

wünschst du dir?

SEHNSUCHT EUROPA
Ein Projekt der Künste und des Dialogs

 

Wann haben wir uns zuletzt europäisch gefühlt? Wie hat sich unsere Meinung zu Europa in den letzten Tagen, Wochen, Monaten, Jahren verändert? Die Einheit des Kontinents erweist sich in der Logik von Wirtschaftsunternehmen, Finanzinstitutionen und politischen Einrichtungen, die die Perspektive der Homogenisierung verfolgen, als eine brüchige Konstruktion.

Mit der „Weltsprache Kunst“ und einem offenen Blick auf die historischen und lokalen Perspektiven wollen wir Fragen von Herkunft und Zugehörigkeit, von Eigenem und Fremdem, neu verhandeln. Was ist die gemeinsame „Sehnsucht Europa“ derer, die hier schon lange leben und derer, die neu hinzu kommen? Der Fokus liegt auf dialogorientierten und interkulturellen Ansätzen.

Wir gehen davon aus, dass jeder Dialog zwischen den Kulturen nur dann fruchtbar ist, wenn er die Selbstverständnisse diverser Kulturen hinterfragt, wenn Grenzen überschritten werden.

Sehnsucht Europa in Bremen

Ob mit Geflüchteten, mit BürgerInnen mit Migrationshintergrund oder mit Künstlerinnen und Künstlern sowie Gastspielen aus den Fluchtländern – im Zentrum aller Vorhaben steht der Austausch mit der Perspektive sich zu öffnen und die vielfältigen kulturellen Einflüsse in künstlerischen Prozessen produktiv zu machen. Menschen unterschiedlichster Herkünfte sollen auf der Bühne und im Publikum eine Präsenz erfahren. Ihre Themen und Inhalte sollen in die Programmplanung integriert werden und ein verändertes Bild der Gesellschaft auf der Bühne spiegeln.

In der Saison 2016/17 entstehen bei steptext dance project und bei der bremer shakespeare company bereits Koproduktionen mit in Bremen ansässigen Künstlern der unterschiedlichen Herkünfte und weiteren internationalen Partnern. Hinzu kommen Gastspiele aus anderen Kulturen mit Künstlern, die für offene Workshops zur Verfügung stehen. Auch Quartier und das Kulturhaus Walle erarbeiten eine Produktion gemeinsam mit Künstler_innen, unbegleiteten jugendlichen Geflüchteten und Schüler_innen aus Walle. Diese Programme werden von den Einrichtungen autonom geplant, finanziert und durchgeführt.

 

Die sich daraus ergebenden Kontakte und Ergebnisse sind das Fundament für weitere Arbeitsformen und Produktionsformate und die weitere Zusammenarbeit und Vernetzung anderer schon vorhandenen Projekte und Akteure. Unter dem Arbeitstitel „Akademie“ soll zum einen der gegenseitige Austausch – insbesondere durch Impulse von außen – gefördert werden. Künstler bieten Workshops für andere Künstler an. Insbesondere interessante Gäste aus aller Welt, die gerade im Rahmen von Gastspielen, Werkstätten und Produktionen zu Besuch sind, bringen ihre wertvollen Erfahrungen im Umgang mit Fremdheit, Integration und Konflikten ein. Zum anderen wird eine Plattform geschaffen, in der Künstler mit Migrations- oder Fluchthintergrund Arbeitsmöglichkeiten finden können. Sei es über eine Kooperation mit der Volkshochschule oder über neue Zusammenarbeiten mit Bremer Institutionen.

Im Rahmen dieses Netzwerkes entsteht auch Neues – thematisch sehr auf das Thema „Sehnsucht Europa“ bezogene und durch neue Kooperationen entstehende Produktionen. Das kann zum einen das "Sehnsuchts-Mobil" sein, das zu einem emotionalen Dialog über Europa anregt oder eine eigene Produktion, die aus dem Netzwerk entsteht. Bis hin zu einem Festival in 2018, das den Projektrahmen abschließt.

Sehnsucht Europa in der weiteren Metropolregion

In Delmenhorst, Lohne, Oldenburg und Syke finden an Museen vielfältige Werkstätten statt. Gemeinsam mit lokalen Kooperationspartnern wie Vereinen und Künstlerinnen und Künstlern setzen sie sich mit Einflüssen von Migration auf den jeweiligen Projektort und die Gesellschaft auseinander. Den Ausgangspunkt bildet die lokale, meist auch die historische Perspektive. 

Eine gemeinsame Ausstellung

Die vielseitigen Antworten und Ergebnisse aus den Werkstätten der Projektorte präsentiert ab November eine reisende Ausstellung. Die unterschiedlichen Beiträge sollen Impulse geben, wie das Zusammenleben zukünftig gestaltet werden kann und Kultur eine bessere Verständigung zwischen den Menschen unterstützen kann. Zuerst ist die Ausstellung in Bremen zu sehen. Dann wandert sie nach Syke, Delmenhorst, Oldenburg und Lohne.

Projektträger
 
FÖRDERER
PROJEKTPARTNER
MEDIENPARTNER